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An dieser Stelle möchten wir einige der

größten Aikido Meister vorstellen:

 


 

Koichi Tohei, 10. DAN

ktKoichi Tohei (jap. 藤平光一 , * 20. Januar 1920, † 19. Mai 2011) lernte noch unter O' Sensei Morihei Ueshiba und bekam von ihm 1969 den 10. Dan verliehen. Er war Gründer und Präsident des Ki no Kenkyukai (Ki Society International) und des Kiatsu-Lehrinstituts in Tokyo, bekannt durch zahlreiche Seminare über Ki, Kiatsu und Aikido in Einheit von Geist und Körper in ganz Europa.

Autor zahlreicher Bücher.

Koichi Tohei wurde 1920 geboren und studierte hauptsächlich von 1939 bis 1942 bei O' Sensei. Auf Grund seines enormen Talents gehörte er rasch zu den Top-Favoriten des Begründers. Um Aikido zu verbreiten, kämpfte Tohei Sensei nach dem Krieg mehrfach gegen Meister anderer Kampfkünste, sogar gegen drei, fünf oder sieben gleichzeitig - und gewann immer. Viele seiner damaligen Gegner wurden anschliessend seine Schüler.

Nach O' Senseis Tod entfernte er sich jedoch vom traditionellen Aikido. Statt dessen entwickelte Tohei Sensei Übungen zur Stärkung der Lebensenergie und unterrichtete sie in der 1971 von ihm gegründeten »Ki Research Society« (jap. Ki no Kenkyukai). Seit 1974 integrierte er dann auch sehr weich fliessende Aikido-Techniken in seine Schule und verbreitete beides als »Shinshin Toitsu Aikido«: Aikido in Einheit von Körper und Geist.

Das Training in Ki-Gesellschaften basiert dabei auf den von Tohei Sensei propagierten vier Prinzipien der Einheit von Körper und Geist: Einen Punkt im Hara halten, völlig entspannt sein, das Gewicht tief halten und sein Ki ausdehnen.

Die Ki Society hat sich von der Überlieferung des Aikido-Gründers sehr weit entfernt, was äusserlich in ihren Dojos dadurch repräsentiert wird, dass sich kein Bild von O' Sensei am Kamiza (Ehrenplatz) befindet.

Nach einem Unfall mit Wirbelsäulenverletzung konnte Tohei-Sensei nicht mehr die im Aikido typischen horizontalen Hüftrotationen ausführen und ersetzte sie durch vertikale Bewegungen: das daraus resultierende Hüpfen bescherte dem Ki-Aikido den Spitznamen »Kangaroo style«.

 

 

 

 


 

Kisshomaru Ueshiba, Doshu

kuKisshomaru Ueshiba (1921 - 1999), der Sohn des Begründers O' Sensei Morihei Ueshiba, hatte Aikido im Wesentlichen von 1936 bis 1942 bei seinem Vater studiert und gründete 1948 den Aikikai mit seiner Haupttrainingsstätte, dem Hombu-Dojo in Tokyo. Nach dem Tod seines Vaters nahm er den Titel »Doshu« (Meister des Weges) an.

Aikido war für ihn, einen sehr feinen und hoch gebildeten Mann, vor allem ein Mittel zur Persönlichkeitsentwicklung, weniger zur Selbstverteidigung. Das Aikido seines Vaters empfand er als zu hart und modifizierte deshalb die Techniken mit sanfteren Bewegungen.

Kisshomaru Ueshiba´s herausragende Leistung ist die weltweite Verbreitung des Aikido. In den meisten Ländern wurde Aikido durch seine Abgesandten eingeführt, sein Stil ist deshalb auch fast überall quantitativ die Nummer eins und wird heute sogar schon von vielen für das eigentliche Aikido seines Vaters gehalten.

 

 


 

Gozo Shioda, 10. DAN

gsGozo Shioda (1915 - 1994) war einer der bedeutendsten aller Aikido-Meister, was sowohl an seinem überragenden Können als auch an seiner charismatischen Persönlichkeit lag. Er hatte acht Jahre, von 1932 bis 1941, bei O' Sensei studiert und gründete 1955 den Yoshinkai.

Der Name seiner Schule, Verband (kai) zur Kultivierung (yo) des Geistes (shin), weist zwar nur auf seine spirituellen und ethischen Ziele hin, aber das authentische Vorkriegs-Aikido des Yoshinkai ist auch hartes Budo, bei dem auf physische Robustheit der Ausübenden und praktische Wirksamkeit der Techniken Wert gelegt wird.

Shioda Kancho bewies seine Fähigkeiten in echten Kämpfen, die für seine Gegner furchtbar ausgingen und konnte durch überzeugende Demonstrationen Yoshin-Aikido bei mehreren japanischen Sicherheitstruppen und -diensten einführen: Die Polizei von Tokyo z. B. sendet jedes Jahr eine Auswahl ihrer besten Nahkämpfer zu einer einjährigen Spezialausbildung in das »Yoshinkan« Haupt-Dojo.

Im Vergleich zum Nachkriegs-Aikido ist Yoshin-Ryu angespannter, die Bewegungen im Anfängerunterricht wirken daher manchmal etwas steif und marionettenhaft - und da in Japan »Pinocchio« als Synonym für Puppen gebraucht wird, entwickelte sich der Spitzname »Pinocchio style«.

 

 


 

Morihiro Saito, 9. DAN

msZu seinem Nachfolger in Iwama designierte O' Sensei Morihei Ueshiba seinen Hausschüler (Uchi-deshi), der weit länger als jeder andere - von 1946 bis zum Tode des Gründers 1969 - bei ihm lebte: Morihiro Saito (1928 - 2002). Dieser legte äussersten Wert auf die exakte Bewahrung von O-Senseis Techniken und sein Training galt als die reinste Überlieferung des Nachkriegsstils des Gründers. 1989 gründete Saito Soke einen eigenen Verband mit dem Namen »Iwama-Ryu«, um die unverfälschte Tradierung sicherzustellen. Aufbauend auf Ansätze, die O' Sensei schon entwickelt hatte, perfektionierte er dazu eine geniale Didaktik.

Takemusu Aikido ist gekennzeichnet durch die gleichberechtigte Kombination und gegenseitige Beeinflussung des waffenlosen Trainings mit den Aiki-Ken und Aiki-Jo Waffen-Techniken.

Die überragende Kampftauglichkeit des Iwama-Ryu zeigte sich in einem umfassenden Vergleichstest der Londoner Polizei mit verschiedenen Kampfsportarten: Takemusu Aikido, vertreten durch eine Frau, ging dabei als Sieger hervor.

Für das Iwama-Ryu Aikido ist eine Position typisch, bei der beide Arme mit der Kleinfingerseite aussen nach vorne gestreckt werden: Spötter erinnerte dies an eine Krabbe mit ihren Scherenarmen und prägten so den Spitznamen »Crab style«.

 

 

 

 


 

M i c h i o  H i k i t s u c h i ,  1 0.  D A N

mhMichio Hikitsuchi (引土道雄 Hikitsuchi Michio, July 14, 1923 – February 2, 2004) hat fünfzig Jahre lang das Kumano Juku Dojo in Shingu, Präfektur Wakayama, Japan, als dessen Lehrer (Dojo-chó) betreut.

Mit neun Jahren begann er Kendo und später Kenjutsu, Jujutsu, Bojutsu und Karate. Hikitsuchi hat als junger Mann ausgiebig Jūkendō (den Umgang mit dem Bajonett) trainiert und war sowohl im Iaido als auch im Kendo sehr geschickt.

Als er 14 Jahre alt war, traf er zum ersten Mal Morihei Ueshiba. Damals gab es ein Mindestalter, um Budo bei Ueshiba zu studieren, aber für Hikitsuchi wurde eine Ausnahme gemacht.

Hikitsuchi Sensei erzählte von einem mitternächtlichen Training mit Ueshiba, bei dem er die Spitze von Ueshibas Bokken abschnitt. Das Stück flog davon und er suchte im ganzen Dojo danach. Schließlich zog Ueshiba es aus den Falten seines Kimonos und lobte ihn für sein Können. Monate später gab Ueshiba Hikitsuchi eine Schriftrolle mit dem Titel "Bojutsu Masakatsu Agatsu" – Im Bojutsu ist ein wahrer Sieg der Sieg über sich selbst. Die Schriftrolle wurde von einem berühmten Künstler ausführlich illustriert und enthielt Ueshibas schriftliche Erklärungen zu Techniken. Eine der Phrasen von O-Sensei auf der Schriftrolle ist sehr interessant:„ Jedes Einzelne dieser Bilder ist der Samen für einhundert Techniken; studiere sie gut. “

Hikitsuchi wurde im Jahr 1969 wenige Monate vor Ueshibas Tod von seinem Lehrer persönlich der 10. Dan verliehen. Gleichzeitig erhielt er die schriftliche Erlaubnis, den Umgang mit dem Langstock (Bō) im Aikidō (Masakatsu Bōjutsu) und dem Schwert (Sho Chiku Bai No Ken) oder Bokken zu lehren. Nach O-Sensei´s Tod wurde sein Bart wie von ihm gewünscht im Kumano Juku Dojo als Heiligtum bewahrt/ eingeschreint.

Hikitsuchi unterrichtete bis zu seinem Tod im Jahr 2004 als Chefausbilder des Kumano Juku Dojo in Shingu, Japan. Der Bau des Dojo wurde 1949 von O-Sensei persönlich überwacht. Und später nannte er es auch „sein Dojo“ in den heiligen Bergen Kumano´s. Hikitsuchi reiste zweimal in die Vereinigten Staaten und regelmäßig in europäische Länder, um in Dojos zu unterrichten die von seinen Schülern gegründet wurden.

Hikitsuchi wurde von anderen Lehrern in Shingu oft als "Aiki-Computer" beschrieben, weil er die von Ueshiba gehaltenen Reden praktisch wörtlich rezitieren konnte. Er hatte auch ein umfangreiches Wissen über Shinto Norito (Gesang) und über die spirituellen Lehren des Kojiki (das Kojiki. jap. 古事記, „Aufzeichnung alter Geschehnisse“, beschreibt die Mythologie und Frühgeschichte Japans vom mythischen Zeitalter der Götter (Kami) bis zur Zeit der Kaiserin Suiko) - Bereiche, die von seinem Lehrer hervorgehoben wurden, dem Begründer des Aikido. Hikitsuchi hatte stets völlige Ehrfurcht vor O-Sensei, Ueshiba Morihei und seiner Botschaft.

 

 

 


 

Kenji Tomiki, 10. DAN

ketoKenji Tomiki (15. März 1900 - 25. Dezember 1979) wurde als Sohn einer Familie von Landbesitzern in B. Kakunodate, in der Präfektur Akita geboren. Er schloss sein Studium der Politwissenschaften an der Waseda Universität ab.

Kenji Tomiki Sensei begann im Alter von 10 Jahren Judo zu trainieren. Er war Mitglied des Waseda University Judo Club und studierte Judo auch noch unter dem Begründer Jigoro Kano. Im Sommer 1926 trainierte er erstmals unter O' Sensei Morihei Ueshiba. 1928 wurde ihm vom Kodokan der 5. Dan Judo verliehen. Er startete im "Tenranji Imperial"-Turnier als Vertreter der Präfektur Miyagi im Mai 1929.

Kenji Tomiki Sensei ging in die Mandschurei, um zu unterrichten und später dann, 1938 das Aiki-Budo-Programm zu leiten, unter Mithilfe von Hideo Ohba. Tomiki erhielt am 11. Februar 1940 den ersten 8. Dan Aikido von O' Sensei Morihei Ueshiba. Er gründete den Waseda University Aikido Club im April 1958. Bis in die frühen 60er Jahre war Tomiki Sensei auch Lehrer im Aikikai Hombu Dojo.

Tomiki kreierte Tomiki Aikido, das auch Wettkämpfe nach der Idee des Judo-Begründers Jigoro Kano beinhaltete. Tomiki Sensei unterrichtete regelmäßig im Hombu Dojo bis in die späten 1950er Jahre. Er schrieb unzählige Studien und Bücher über Aikido, Judo und Selbstverteidigung.

Kenji Tomiki war erster Vorsitzender der Japanischen Aikido Association, einer Organisation, die 1974 zur Verbreitung des Tomiki Aikido gegründet wurde und er war auch im Vorstand des Kodokan (Judo).

 

 

 


 

Minoru Mochizuki, 10. DAN

mimoMinoru Mochizuki (jap. 望月 稔; * 11. April 1907 in der japanischen Präfektur Shizuoka; † 30. Mai 2003) ist der Begründer des Yoseikan Budo.

Seine Kampfkunstlaufbahn begann im Alter von sechs Jahren mit Gyokushin Jiu-Jitsu. Mit 19 Jahren trat er dem Kodokan bei und lernte Judo. Aufgrund seines enormen Talentes wurde Mochizuki von Jigoro Kano zu Morihei Ueshiba geschickt um Aikido zu lernen. In Shizuoka eröffnete Mochizuki 1931 sein eigenes Dojo. Dort unterrichtete er Aikido, Judo, Karate und Katori-Shinto-Ryu. 1951 reiste Mochizuki nach Frankreich, wo er Judo und Aikido unterrichtete.

Minoru besaß in mehreren Budo-Künsten Graduierungen: 10. Dan Aikido (IMAF), 9. Dan Jiu-Jitsu, 8. Dan Iaijutsu, 8. Dan Judo, 5. Dan Kendo, 5. Dan Karate.